Fallen Minijobs bald weg?

7. Juli 2026 | Breakfast at LUnicos | Keine Kommentare | Allgemein, Breakfast @ L'UniCo's

Viele Studierende haben neben dem Studium einen Minijob, um sich zum Beispiel das Studium zu finanzieren. Die Zukunft dieser Minijobs bleibt aber unklar.

Aktuell ist es so, dass Minijobber keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen – außer ein bisschen was für die Rentenkasse, wenn sie das wollen. Es gibt nur eine sogenannte „Pauschalsteuer“ für Kirchensteuer, Einkommensteuer und so weiter. Die beläuft sich aktuell auf gut 2 %.

Es gibt also bislang kaum Steuern auf diese Minijobs und es bleibt verhältnismäßig viel Netto vom Brutto übrig. Das soll sich jetzt aber ändern. Die Rentenkommission hat neulich Vorschläge dazu gemacht. Minijobs sollen komplett sozialversicherungspflichtig werden. Das heißt, Arbeitnehmer müssten dann Rentenbeiträge, Krankenkassenbeiträge, Arbeitslosenversicherungsbeiträge usw. bezahlen. Es würde also gut was vom Gehalt wegbrechen.

Argumente der Rentenkommission dafür sind, dass u. a. Armutsrisiken und geschlechtsspezifische Ungleichheiten reduziert werden. Kritiker sagen, dass das viel Bürokratie für die Unternehmen bedeuten könnte – und sie dann den Minijob aufgeben.

Und das sorgt jetzt für Unsicherheit. Das Deutsche Studierendenwerk warnt aktuell, dass der Minijob für Studierende wegfällt. Das würde es Studierenden viel schwieriger machen, einen Job zu finden. Die Folge wären dann möglicherweise Finanzierungsprobleme oder gar Studienabbrüche.

 

Fallen die Minijobs bald weg?

Fakt ist: Noch ist nichts beschlossen. Die Regierung sagt zwar, dass sie alle Vorhaben der Rentenkommission umsetzen will. Ob da aber trotzdem noch was nachgebessert wird, weiß niemand.

Außerdem: Der Plan ist nicht, Minijobs komplett abzuschaffen. Es fallen nur mehr Steuern und Abgaben an. 

Wenn jetzt aber trotzdem Minijobs aufgegeben werden, gibt es noch alternative Modelle. Zum Beispiel Werkstudentenjobs oder reguläre Teilzeit. Der Nachteil: Das ist komplizierter und je nachdem kriegt ihr auch weniger Geld.

Übrigens: Es ist noch nicht geklärt, was mit den bestehenden Minijobs passiert. Völlig unklar ist, ob bestehende Minijobs automatisch umgestellt werden. Oder ob es eine Übergangsfrist gibt.

 

Fazit

Ihr merkt also: Ja, da gibt es ein Ding, das in der Zukunft kommen könnte. Und es lohnt sich schon mal, nach Alternativen zu gucken. Aber ob das alles so kommt und wie das dann umgesetzt wird, ist noch nicht klar.

Über dieses Thema berichtete Breakfast@L’UniCo’s am 06.07.2026.

Quellen:
https://www.bmas.de/DE/Soziales/Rente-und-Altersvorsorge/Rentenreform-2025/Rentenkommission-2026/rentenkommission-2026.html (abgerufen am 03.07.2026)

https://www.studierendenwerke.de/beitrag/presse-statement-studierende-muessen-weiterhin-minijobs-machen-koennen (letzte Aktualisierung am 24.06.2026, abgerufen am 03.07.2026)

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/minijobs-vor-dem-aus-das-bedeuten-die-reformplaene-wirklich,VNfmuHM (letzte Aktualisierung am 30.06.2026, abgerufen am 03.07.2026)

https://www.focus.de/finanzen/neuer-renten-plan-nimmt-millionen-minijobbern-ihr-dringend-benoetigtes-nettogeld_ca9a9a26-1a80-4821-ad62-cd9dbbbf1e02.html (letzte Aktualisierung am 27.06.2026, abgerufen am 03.07.2026)

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/minijobs-deutschland-wegfall-100.html (letzte Aktualisierung 24.06.2026, abgerufen am 03.07.2026)

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